Unsere Antworten auf oft gestellte Fragen

 

 

Kann man neben dem Studium berufstätig sein ?
Unsere Ausbildung ist als Vollzeitstudium konzipiert, denn es geht um Fähigkeits- und Kompetenzbildung, das heisst, um Arbeit an sich selbst. Das braucht Zeit. Neben dem Studium, ca. 26 Stunden wöchentlich plus Vor- und Nachbereitung, kann man sich zu höchstens ca. 20% Erwerbstätigkeit verpflichten. 


Gibt es für die Aufnahme eine Altersbegrenzung ?
Die Schulpflicht muss absolviert sein. Darüber hinaus hängt es nicht vom Alter ab, sondern von der Fähigkeit und Motivation, einen Lernprozess in Zusammenarbeit mit den Dozenten einzugehen. 


Wie viele Studenten werden pro Jahrgang aufgenommen ?
Idealerweise in unserer Schule bis zu 7.


Wie gliedert sich das Studium ?
Der Vorkurs gibt den Studentinnen und Studenten die Gelegenheit, alle wesentlichen Aspekte des Berufes kennen zu lernen. Damit entsteht eine klare Perspektive für die Fortsetzung des Studiums. Im Aufbaukurs findet intensive Einzelarbeit statt, die mündet in eine Individualisierung des Studiums nach Interessenlage und beruflicher Orientierung. Im Abschlusskurs wird eine Diplomarbeit erstellt, sowie Vorsprechrollen und andere Präsentationen als Brücke zum Berufsleben. Während des ganzen Studiums wird für alle Studentinnen und Studenten eine individuelle Begleitung und Beratung gewährleistet.  


Warum ein Vollzeitstudium und kein berufsbegleitendes Studium ?
Die Ansprüche in den Bereichen Schauspiel, Sprachgestaltung und Regie sind sehr hoch. Die Meinung, dass eine anmutige Erscheinung, Jugendlichkeit und etwas Begabung ausreichen, um kulturell etwas zu erreichen, weil das in den Medien manchmal so aussieht, ist ein Irrtum. Diese Eigenschaften können Ansporn sein, aber sie reichen nicht aus, wie eine nähere Betrachtung einer jeden Künstlerbiographie zeigt. Eine jüngere begabte Person braucht mehrere Jahre, bis sie sich ihr Können erobert und wenn man mit 30 sich neu orientiert und Schauspieler werden will, wird diese Erarbeitungszeit eher länger werden, denn man muss in sich die innere Beweglichkeit, die Flexibilität, die schöpferische Phantasie bewusster wachrufen. 

 


Ist die Schauspielschule Basel staatlich anerkannt ?
Die Schauspielschule Basel ist eine freie Schule in privater Trägerschaft. Einzig eidgenössisch anerkannt sind die an den Hochschulen angeschlossenen Studiengänge in Zürich ZHdK, Bern HKB, Lausanne Manufacture und Verscio Academia Theatro Dimitri . 


Was ist ein Qualitäts-Management ?
Beim Qualitäts-Management im Bildungsbereich geht es nicht so sehr darum, Ergebnisse nach vorgefassten Kriterien zu bewerten, sondern vielmehr darum, darauf zu achten, dass die Bedingungen für ein anspruchsvolles künstlerisches Arbeiten erfüllt werden: künstlerische und pädagogische Qualifikation der Dozenten, kollegiale Formen des Zusammenarbeitens, regelmässige Produktionen und öffentliche Konfrontation mit dem Publikum, Förderung der Eigenaktivität und Kreativität aller Beteiligten, verantwortliche Mitwirkung aller Beteiligten an der Entwicklung der Ausbildung, ausgeglichene finanzielle Verhältnisse.

 


Wer sind Marie Steiner und Konstantin Stanislawski ?

Marie Steiner und Konstantin Stanislawski sind die ersten, die eine eigentliche methodisch vorgehende Schauspielausbildung entwickelt haben zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Davor wurde Schauspiel direkt in der Praxis gelernt (siehe Goethes "Wilhelm Meisters theatralische Sendung"). Beide gingen forschend vor im direkten Arbeiten mit individuellen Schülern.

 

Marie Steiner (1867-1948) wirkte als Schauspielerin und Regisseurin in München und später in Dornach (Schweiz). Sie entwickelte eine Schauspielkunst, die sich ganz auf die Sprache gründete. Dabei erforschte sie die tieferen Ebenen der Sprache, wie Laute und Rhythmus. Ohne ihre Forschungen wäre heute ein Zugang zu der sprachlichen Dimension von Klassikern wie Goethe und Schiller, aber auch von Shakespeare und dem Theater der griechischen Antike kaum denkbar.


Konstantin Stanislawski (1863 – 1938) wirkte als Schauspieler und Regisseur in Moskau. Ihm ging es um die Authentizität der Gefühle auf der Bühne, eine Forderung, die heute in jedem guten Theater und Film als Voraussetzung gilt.

Die wesentlichen Schauspiellehrer des 20. und 21. Jahrhunderts sind entweder noch direkte Schüler von Stanislawski wie Michael Tschechow oder berufen sich auf seine Forschungen als selbstverständliche Grundlage, wie Lee Strasberg oder Ivana Chubuck.
 

Die sich ergänzenden Anregungen von Stanislawski für Improvisation, Subtext und physische Handlung und von Steiner für rezitatorische, deklamatorische und dialogische Sprechweisen durchdringen sich allmählich bei der Entwicklung der sprachgestalterischen und schauspielerischen Fähigkeiten. Sie bilden deshalb einen wesentlichen Teil unserer Arbeitsmethode. 

 

 

Warum muss ich mich im Abschlusskurs für die Diplomarbeit zwischen Sprachgestaltung, Schauspiel oder Regie entscheiden ?
Es können nicht die erwünschten Vertiefungen und selbständigen Schaffensschritte in diesen drei verschiedenen Berufsbereichen gleichzeitig gewährleistet werden.

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