Pierre Tabouret 
 

  • Aufgewachsen in Strasbourg, Ausbildung an der Schule für Sprachgestaltung und dramatische Kunst Dornach, Mitarbeiter im Seminar für freie Jugendarbeit Kunst und Sozialorganik unter der Leitung Herbert Witzenmann. 

  • Gründung des Atelier d’arts de la parole in Colmar. Freischaffend tätig als Sprachgestalter, Regisseur und Dozent in künstlerischen und pädagogischen Ausbildungen, Paris, Lausanne, Strasbourg, Colmar. 

  • Veröffentlichung Recueil d’exercices d’art de la parole (Erstauflage 1984).

  • Orthophonie-Ausbildung (Logopädie) und Magister in Erziehungswissenschaft ULP Strasbourg. 2002 bis 2015 Sprachtherapeut in der Sonnhalde Gempen. 

  • 2009 Mitgründer der Schauspielschule Basel. 



"Der Mensch drückt sich aus durch seine Gedanken, seine Aussagen und seine Handlungen. Zeit seines Lebens fügt er seine Wortschöpfungen zu seinen Gedanken und Handlungen hinzu. 

Deshalb war mir wichtig, in meinem beruflichen Werdegang sowohl künstlerisch als auch pädagogisch und therapeutisch, ebenso mit Kindern wie mit Jugendlichen und Erwachsenen, mit und an der Sprache zu arbeiten. 

Dabei wurde mir immer deutlicher, dass das Ausüben der seelischen Beobachtung den Boden bildet für eine moderne sprachkünstlerische und schauspielerische Schulung. Die Sprache nimmt alle Erkenntnisse und Erlebnisse des Menschen auf. Erinnerungen und Ahnungen erscheinen in poetischen Bildern. Weltentwicklung und Menschheitsgeschichte werden in Worten geschildert. Schicksalsgenossen finden sich in Sprachgemeinschaften wieder. 

Der Weg der Beobachtung führt durch diese verschiedenen Felder zu dem Ursprung der künstlerischen Phantasie und der gestaltenden Bewegungskräfte. – Entscheidend bleibt allerdings die Bereitschaft zur Eigenaktivität, die jeder mit sich bringt ."